Wandern und Fotografieren – Auszeit im Wald

Nach einer Woche Gartenarbeit sehnte ich mich nach einer kleinen Auszeit. Mein Tagesziel für heute, Wandern und Fotografieren im Wald rund um Geyer. Also schnappte ich mir am Morgen meine Kamera und machte mich auf zum Greifenbachstauweiher bei Geyer.
Am Ziel angekommen, machte ich mich direkt auf den Weg und es ging auch gleich ab in den Wald. Den ersten Teil meiner Wanderung will ich am Röhrgraben beginnen. Den Graben möchte ich dann bis zum Kaltes Feld, Ehrenfriedersdorf, direkt folgen. Für mich ist dieser Weg schon immer die blanke Erholung. Keine Radfahrer, die einen mit ihrem Tempo plötzlich erschrecken. Einfach Ruhe pur und nur das leise Plätschern des Wassers.
Der Röhrgraben

Der Röhrgraben ist ein mittelalterlicher Kunstgraben, der früher der Wasserversorgung von Pochwerken, Wäschen und Zinnhütten in Ehrenfriedersdorf diente. Angelegt wurde er bereits im Mittelalter. Er hat eine Länge von ca. 6 km und einen Höhenunterschied von ca. 24 m. Es ist beeindruckend, was Menschen vor Hunderten von Jahren ohne moderne Maschinen wie Bagger gebaut haben.





Der Greifensteinstollen

Nach einiger Zeit bin ich am Greifensteinstollen angekommen, er ist ein faszinierendes Zeugnis des späten erzgebirgischen Zinnbergbaus und wurde 1979 zur Rohstofferkundung aufgefahren. Der Stollen ist ein Teil des Reviers von Ehrenfriedersdorf, das heute zur UNESCO-Welterberegion Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří gehört. Der Bergbau wurde hier 1990 eingestellt. Heute ist der Ort ein beliebtes Ziel für Wanderer, das Bergbaugeschichte ideal mit einer Rast im Grünen verbindet. Seit kurzem gibt es hier auch wieder einen Imbiss, hier kann sich der Wanderer für seinen weiteren Weg stärken kann.
Weiter geht`s zum Waldgeisterweg

Mein nächstes Ziel für die heutige Wanderung ist der Waldgeisterweg. Während ich dorthin laufe, genieße ich die herrliche Natur und die weiten Aussichten. Nach einiger Zeit treffe ich auf die ersten lustigen Gesellen am Wegesrand.
Auf dem weiteren Weg sind viele liebevoll gestaltete Holzfiguren zu sehen, wie zum Beispiel Pittiplatsch, der Froschkönig und Zwerge sowie andere außergewöhnliche Charaktere. Die Figuren werden meistens aus Baumstämmen gemacht und von örtlichen Schnitz- und Krippenvereinen hergestellt.






Weiter geht mein Weg zurück zum Ausgangspunkt, dem Greifenbachstauweiher. Die letzten Stunden in der Natur waren für mich eine rundum entspannte und erholsame Zeit. Ich kann es jedem nur wärmstens empfehlen, sich regelmäßig so eine Auszeit zu gönnen, um neue Kraft zu tanken.

